Freitag, 17. August 2018
Hoher Kranzberg - Wildensee, Korbinianhütte und zurück nach Mittenwald, 10,4 km
Man sollte sich vom Namen nicht einschüchtern lassen: Der Hohe Kranzberg ist eigentlich eher eine kleine Kuppe über Mittenwald, umgeben von den beeindruckenden umliegenden Bergketten Karwendel, Wetterstein und Estergebirge. Der Kranzberg ist 1.370 m hoch und eine Tour hinauf ist kein Spaziergang.
Donnerstag, 16. August 2018
Der Mittenwalder Klettersteig
Wir hatten schon lange vor, einmal einen Klettersteig zu begehen. Vor drei Jahren hat es nicht geklappt. Dieses Mal in Mittenwald war das Wetter gut, sonnig und zuverlässig, denn so soll es sein.
Wir haben an einer geführten Tour teilgenommen, die von der Alpenwelt Karwendel angeboten wird, d.h. wir waren in einer kleinen Gruppe von sieben Personen mit einem Bergführer unterwegs, der auch Ausrüstung mitbrachte und uns die Benutzung erklärte.
Mittwoch, 15. August 2018
Ausflug an den Gardasee
Wir haben uns spontan zu einer Tagesbusfahrt an den Gardasee entschieden. Diese wurde vom Reisebüro Hornsteiner in Mittenwald angeboten. Wir haben uns direkt von einem Aushang in der Fußgängerzone inspirieren lassen.
Es ging kurz vor sieben Uhr los, zunächst über Seefeld nach Innsbruck, wo wir gestern schon mit dem Zug unterwegs waren, und von dort aus über den Brenner nach Südtirol. Ich fand allein schon diese Fahrt sehr interessant. Kurzzeitig war sogar eine Dolomiten-Felszacke zu sehen! Südtirol ist landschaftlich so schön - dort müssen wir mal wieder hin! Wir waren bei Regen losgefahren, aber kurz hinter dem Pass riss der Himmel auf. Bei strahlend blauem Himmel ging es weiter Richtung Süden. Kurz vor elf Uhr waren wir in Riva am Gardasee. Es ging direkt zu einer einstündigen Schifffahrt (freiwillig). Auf dem Wasser war es sehr angenehm und obwohl die Fahrt eher kurz war, ahnt man die Dimensionen des Sees, der 51 Kilometer lang ist. Nachdem wir wieder an Land gegangen waren, hatten wir noch drei Stunden Aufenthalt, die aber schnell vergingen. Wir haben im Gardasee gebadet, das Wasser hatte angenehme 22 Grad. Allerdings war viel los am Strand in Riva; im August ist Hochsaison.
Immer wieder während der Fahrt musste ich an den römischen Dichter Catull denken, der eine Villa am Gardasee hatte. Wo genau sie sich befand, ist nicht bekannt. Sein "Carmen IV- Phaselus ille …" ist eines seiner berühmtesten Gedichte und handelt von einem Schiff, das weit über das (Mittel-)Meer von Küste zu Küste gesegelt ist und schließlich am Gardasee seinen letzten Liegeplatz fand. Es ist ein wirklich bezauberndes Gedicht. Der Phaselus war ein kleineres, schnelles und vielseitig einsetzbares Schiff.
Nach der Erfrischung im See und einem Bummel durch Riva ging es mit dem Bus zurück durch Südtirol. Kurzzeitig haben wir sogar den "Rosengarten" gesehen! Es war eine eindrucksvolle Tagesreise und mal etwas ganz Anderes im Alpenurlaub.




Dienstag, 14. August 2018
Gruß aus Innsbruck
Heute war es regnerisch und gewittrig in Mittenwald. Deshalb haben wir der Landeshauptstadt von Tirol einen Besuch abgestattet. So ein Abstecher genügt natürlich nicht, um die Stadt richtig kennenzulernen. Dafür müssen wir wiederkommen... Innsbruck ist sehr belebt und man spürt südländisches Flair.
Morgen ist auch kein Wandertag und wir reisen noch weiter nach Süden! Ich werde nachträglich berichten.
Morgen ist auch kein Wandertag und wir reisen noch weiter nach Süden! Ich werde nachträglich berichten.
Montag, 13. August 2018
Über Ochsenbodensteig zur Dammkarhütte, weiter zur Dammkarscharte, 10,4 km
Heute sollte das Wetter noch bis zum Nachmittag halten. Deshalb entschieden wir uns für eine Trainingstour, um besser in Form zu kommen. Nichts ist besser im Hochgebirge als langsames Steigen aus dem Tal bis möglichst weit oben, ohne Benutzung von Seilbahnen. Dabei gewöhnt man sich auch an die Höhe.
Um keinen Zeitverlust durch die Anfahrt zu haben, wählten wir eine Tour, die wir beinahe vor der Haustür (der Ferienunterkunft) beginnen konnten.
Sonntag, 12. August 2018
Zum Grünkopf über Franzosensteig, über Leutasch zurück nach Mittenwald, ca. 11 km
Wir sind wieder in den Alpen, genauer gesagt, in Mittenwald. Schon im vergangenen Jahr, als wir ein paar Tage im Brandnertal waren, schrieb ich, dass uns Vorbereitungstouren fehlten. Dieses Mal war es ähnlich. Die letzte Wanderung liegt einige Wochen zurück und außerdem hat uns die Hitze im wahrsten Sinne lahmgelegt. Nicht einmal meine Laufrunden konnte ich in der Intensität durchführen, wie ich das gern getan hätte. Deswegen entschieden wir uns, am ersten Tag nicht ganz nach oben zu wandern, aber auch keine Bergbahn zu benutzen, denn einige Höhenmeter wollten wir schon zurücklegen und möglichst auch Aussicht haben.
Donnerstag, 21. September 2017
Glück
Heute hatten wir Bilderbuchwetter. Wir fuhren mit der Dorfbahn und der Panoramabahn, die ihren Namen wirklich verdient, bis zum Burtschasattel (1.680 m). Dort lag Schnee, aber es war bereits so warm, dass wir bald unsere Jacken ausziehen mussten. Mütze und Handschuhe blieben im Rucksack. Wir entschieden uns für den Rundweg über und um den Loischkopf, ein Gipfelchen unweit der Bergstation der Panoramabahn. Auf den Wegen lag noch Schnee, der teilweise überfroren war. An manchen Stellen taute er schon.
Den Loischkopf erreichten wir relativ zügig. Die Aussicht war einfach wunderschön: wir sahen hinüber ins Rätikon, auf Schesaplana, Panüeler Kopf, Mottakopf und Wildberg, aber auch auf die Zimba und auf Bludenz bis hinüber ins Montafon und zur Silvretta. Dann ging es weiter durch den verschneiten Wald. Es war einfach bezaubernd. Der Himmel war strahlend blau, die Sonne schien. Wir ahnten, dass die Alpen auch im Winter ein Erlebnis sind. Es gab immer wieder Aussichtspunkte. Da wir nicht wieder zur Panorambahn zurückkehren wollten, entschieden wir uns für den Weg zur Parfienzalpe, wo wir auf unserer Wanderung zum Amantschonjoch schon vorbeigekommen waren.
Wir überquerten zunächst schneebedeckte Almwiesen, bis es wieder leicht bergauf ging und anschließend in relativ gleichbleibender Höhe auf einem wahrhaften Panoramaweg mit phantastischer Aussicht. Diese Strecke ist als Winterweg gekennzeichnet. An der Parpfienzalpe (1.390 m) angekommen, entschieden wir uns, zur Palüdhütte weiter zu gehen. Es war einfach so schön auf der Höhe. Die Palüdhütte hatte geöffnet und wir konnten in der Sonne auf der Terrasse sitzen, mit traumhafter Aussicht auf die höchsten Gipfel des Rätikon. Blauer Himmel, perfekte Sicht, gutes Essen (Apfelstrudel) - auch das gehört zu einem Aufenthalt in den Alpen. Wir waren wunschlos glücklich … naja, einen Wunsch haben wir schon: im nächsten Jahr wiederzukommen.
Es war immer noch früh am Nachmittag und deshalb beschlossen wir, nicht mit der Palüdbahn nach Brand zu fahren - heute war sie in Betrieb - sondern ins Tal zu laufen. Endlich wieder wandern! Wir wollten noch nicht aufhören. Deshalb gingen wir den ausgeschilderten Weg, nahmen aber weiter unten, wo auch die Wege zur Oberzalimhütte und zur Mannheimer Hütte abzweigen, den Weg zum Glinga-Brunnen. Dieser Weg verläuft im Wald immer am Bach entlang und man hat schöne Ausblicke auf Kaskaden und Wasserfälle. Feste Schuhe sollte man tragen, dann ist der Weg sehr angenehm. Er führt hinunter bis Brand Innertal und zur Bushaltestelle. Die Busse fahren im Brandnertal nicht sehr häufig und wir hatten keine Lust, 45 Minuten zu warten. Deswegen gingen wir zu Fuß bis zur Ferienwohnung.
Dieser letzte Tag war sehr beglückend. Wir wissen, dass es überall in den Alpen schön ist, aber hier im Rätikon ist es besonders schön. Es ist reizvoll, diese Gegend immer wieder ein wenig besser kennenzulernen. Ich möchte noch sehr oft wieder hierher kommen. Die Wandermöglichkeiten ringsum reichen für mehrere Leben.



Hier nun das Fotoalbum.



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